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► Pfusch am Bau / Dach und Abdichtung


 

Unebene Fläche bei der Mauerwerksabdichtung
  • Um vertikal eindringende Feuchtigkeit zu verhindern, wurde eine Bitumen-Dickbeschichtung auf das Mauerwerk aufgetragen

  • Das Profil des Ziegels wurde nicht Zement, b.z.w. Beton ausgeglichen

  • Das freistehende Mauerwerk muss vor dem Abdichten vollständig austrocknen

  • Vor den Isolierarbeiten muss eine ebene Fläche als Untergrund , z.B. durch einen Betonputz, geschaffen werden

  • Dadurch wird eine gleichmäßige, vom Hersteller vorgeschriebene Materialstärke gewährleistet


Prüfung der Dickbeschichtung
Prüfung der Dickbeschichtung
  • Hier wurde eine Bitumen-Dickbeschichtung zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit im Kellerbereich aufgetragen

  • Die Herstellervorgaben bezüglich der Materialstärke ist unbedingt einzuhalten

  • Bei Unterschreitung der Mindeststärke ist eine ausreichende Isolation nicht gegeben, die Gefahr der Beschädigung durch mechanische Einwirkung beim Verfüllen des Erdreiches ist gegeben

  • Unbedingt beachten: Materialstärke verringert sich nach Austrocknung !

  • Zur Kontrolle empfiehlt es sich, kleinere Stellen der Isolierung stichpunktartig zu entfernen, anschl. wieder verschließen!


 

Abdichtung nicht vollständig anschließend
Abdichtung nicht vollständig anschließend
  • Wird die Abdichtung, wie in diesen Fall bei einem bodentiefen Fenster, nicht vollständig an das Fenster heran geführt, kann Feuchtigkeit über den anschließenden Estrich⇒ ins Gebäudeinnere eindringen

  • die Übergänge von unterschiedlichen Materialien wie beispielsweise in diesem Fall zwischen Kunststoff und Estrich, sollten mit einem selbstklebendem, hochelastischen Fugenband überbrückt werden

  • Die zu den Fensterprofilen gehörenden Abdichtungsbänder liefert i.d.R. der Fensterbauer mit, die Anarbeitung an die Außenisolierung erfolgt durch die mit den Abdichtungsarbeiten beauftragten Handwerker


 

Dickbeschichtung zu dünn
Dickbeschichtung zu dünn
  • Hier wurde beim Auftragen der Dickbeschichtung offensichtlich nicht auf die ausreichende Schichtdicke geachtet

  • die Auftragsstärke sollte mindestens 3 mm bei nicht drückendem Wasser betragen, ist mit aufstauendem Sickerwasser b.z.w. Druckwasser zu rechnen, sollte die Schichtdicke mindestens 5 mm betragen

  • da das Material nach Trocknung schrumpft, sollte die Beschichtung in 2 Arbeitsgängen erfolgen, um die Mindeststärke auch nach Austrocknung sicher zu stellen

  • Die Schichtstärke nach Durchtrocknung sollte vor Beginn der Arbeiten an mehreren Referenzmustern, welche aus dem gleichen Material wie die Außenwand besteht, getestet werden

  • Dies erfolgt durch Anschneiden der Isolierung nach Austrocknung , im Fachhandel gibt es auch spezielle Schichtenmesser


 

offene Kante nach Zuschnitt
offene Kante nach Zuschnitt
  • im Bereich eines Dachfensters wurden hier engobierte Dachziegel durch Zuschnitt angearbeitet

  • die offenporige Schnittkante ermöglicht das Eindringen von Feuchtigkeit und damit spätere Frostschäden

  • die hier gut erkennbaren, unbehandelten Schnittkanten müssen mit s.g. Engoben ⇒ b.z.w.Lasuren bestrichen werden

  • diese Schutzanstriche werden i.d.R. bereits mit Lieferung der Dachziegel seitens der Hersteller bereitgestellt


 

Abstand Entlüftungsrohr/Wand zu gering
Abstand Entlüftungsrohr/Wand zu gering
  • hier wurde der Abstand von Entlüftungsrohr zur Wand zu gering gewählt

  • Rohrdurchführungen dieser Art sollten so geplant sein, dass ein Mindestabstand von 15 cm zu angrenzenden Bauteilen gewährleistet ist

  • nur so ist die sorgfältige Abdichtung möglich, wodurch Feuchteschäden vermieden werden


 

Stoßkanten der Schweißbahn in der Ecke
Stoßkanten der Schweißbahn in der Ecke
  • unterhalb einer Balkon-Attika ⇒ stoßen hier im Bereich der Hausecke die Enden der ⇒Schweißbahn aufeinander

  • die Kantenenden der Dichtbahn wurde hier mit einer Dichtmasse verschmiert, der Schutz vor Durchfeuchtung ist dadurch nicht langfristig garantiert

  • Verbindungen von Schweißbahnen (s.g. Stöße) sollten nie in Ecken angeordnet werden, außerdem sollten die Bahnenden min. 10-15 cm überlappen

  • bei Anordnung der Übergänge in der Wandfläche lassen sich diese Mindestmaße besser einhalten


 

zu kleinteilige Abdichtung
zu kleinteilige Abdichtung
  • Kleinteilige, gestückelte Abdichtungen sollten vermieden werden, jede naht ist ein unnötiges Risiko bezüglich eindringender Feuchtigkeit

  • nicht vermeidbare Schweißnähte können zusätzlich beispielsweise mit einer Bitumen-Dickbeschichtung abgedichtet werden

  • für Wand-durchdringende Bauteile gibt es im Fachhandel Schweißbahn- oder auch Dichtmanschetten ⇒, diese werden im Heiß- oder auch Kaltklebeverfahren angewendet

  • kompetenter Fachmann ist hier der Dachdecker