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Sichtbeton

Dreh- und Angelpunkt bei der Beurteilung von Mängeln ist auch bei Sichtbetonflächen der Betrachtungsabstand, sowie die Augenfälligkeit der zu bemängelnden Fläche. So sind kleinere Unebenheiten bei einem Stützbalken aus Beton im Dachbereich sicherlich weniger störend, als unschöne Spuren der Botonverschalung bei Treppenstufen in der Eingangszone.

Sichtbeton hieße nicht Sichtbeton, wenn er nicht auch viele Jahre nach seiner Fertigstellung optischen Ansprüchen gerecht werden sollte.  Die gewünschten Oberflächen eines Sichtbetons können von „glatt“ über „uneben“, bis hin zu „rauh“ reichen. Ausschlaggebend für die fertige Struktur sind natürlich u.a. die Wahl der Zuschlagstoffe, sowie die verwendete Betonschalung.

Bei der fertigen Oberfläche sind letztendlich die optischen Merkmale wie Porigkeit, Ebenheit, Fugenbreiten sowie Farbgleichheit zu bewerten. Im Allgemeinen sollten Risse im Sichtbeton nicht nur nach ihrer Breite, sondern insbesondere auch nach ihrer Ursache und den sich daraus zu erwartenden Konsequenzen bewertet werden.

Wichtig: Gerade wenn Sichtbetonbauteile im Wohnbereich erstellt werden sollen, ist vor Beauftragung die genaue Festlegung der fertigen Oberflächenstruktur anzuraten. Unterschiedlichste Ansprüche können wie beschrieben von glatt bis rauh reichen, sind aber Sichtbetonflächen einmal fertig gestellt, können nachträglich vorgenommene Ausbesserungsarbeiten den optischen Gesamteindruck noch zusätzlich abwerten.

 

Als hinnehmbar sollten i.d.Rgel gelten:

  • Risse bei Stahlbetonbauteilen bis 0,5 mm
  • Risse bei Stahlbetonbauteilen im Innenbereich bis 0,7 mm
  • Risse bei Bodenplatten und nicht drückendem oder stauendem Wasser bis 0,3 mm
  • Risse in WU-Beton Bauteilen bis max. 0,1 mm,  wenn diese durch Druckwasser belastet werden
  • gering abweichende Farbgebungen zwischen den einzelnen Betonierabschnitten, welche offensichtlich durch Beigabe unterschiedlicher Zuschlagstoffe während der Betonarbeiten hervorgerufen wurden
  • leicht unterschiedliche Verteilung der Poren, b.z.w. Unterschiedliche Größe der Poren zwischen den einzelnen Betonierabschnitten, sofern dies nicht das Gesamterscheinungsbild stark beeinträchtigt

 


 

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