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► Pfusch am Bau / Balkon und Balkonabdichtungen


 

Hier fehlt die abdichtende Verbindung zum Mauerwerk
Hier kann Wasser eindringen
  • Der Mauerwerkanschluss in Form einer Blechaufkantung fehlt

  • Das Eindringen von Feuchtigkeit zwischen Mauerwerk und Fenster ist vorprogrammiert

  • Bei Anfertigung des Fensterbleches ist bereits die Aufkanntung durch den Fensterbauer oder Dachklempner vorzusehen

  • Der Übergang zwischen Fensterblech zum Mauerwerk ist mit Silikon ⇒ abzudichten


Pfusch  auch auf Ihrer Baustelle?

Auf Ihrer Baustelle wurde auch gepfuscht und Sie haben Fotos davon?  Schicken Sie uns einfach per E-Mail Ihre Bilder, mit zwei Zeilen die kurz beschreiben, was genau passiert ist.
► info(at)hausundwohnung24.de  
Wir werden Ihre Fotos dann in unsere Pfusch am Bau -Rubrik einbinden, mit einer kurzen Erläuterung von uns. Und wenn Sie möchten, benennen wir Sie gern auch als Urheber unter dem Foto. Vielen Dank!  


ohne Entwässerungsrinne kann sich Staunässe bilden
unzureichende Balkonentwässerung
  • In diesem Fall ist man auf die Entwässerungsrinne zwecks Wasserableitung auf dem Balkon verzichtet

  • Es besteht die unmittelbare Gefahr von Feuchtigkeit in den Wohnraum

  • nach DIN 18195 ⇒ müssen Abdichtungen generell 15 cm über Belagsoberkannte ausgeführt werden, laut Flachdachrichtlinie kann bei der direkten Entwässerung im Türanschluss davon abgewichen werden

  • Diese kann aus einer Balkonrinne sowie der Abdeckung durch einen Schlitzrost oder Lochrost, bestehend aus V2A Edelstahl bestehen

  • Montage durch den Bodenleger oder Fensterbauer

 


 


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je mehr Fugen, desto größer sollte das Gefälle
Frostschaden durch fehlende, flexible Abdichtung
  • das Abplatzen der Balkonfliesen wurde hier durch eine mangelhafte Abdichtung, sowie durch unzureichendes Gefälle und stehendes Wasser verursacht

  • eindringende Feuchtigkeit kann über den Balkon hinaus in angrenzende Bauteile eindringen und Frostschäden verursachen

  • um dies zu verhindern sollte direkt unter die Fliesen eine mineralische Verbundabdichtung aufgetragen werden, es handelt sich hier um eine Kombination aus Dünnbettmörtel und Dichtungsschlämme ⇒

  • diese Abdichtung ist flexibel, und kann temperaturbedingte Spannungen aufnehmen und ist relativ einfach zu verarbeiten

  • der Balkonbelag sollte zwischen 1-3% Gefälle haben, je größer der Fugenanteil der Fläche ist, desto größer sollte das Gefälle sein, Bodenplatten mit rauer Oberfläche sollten jedenfalls mit 3%-igem Gefälle verlegt werden


Die Durchfeuchtung des Mauerwerks ist vorprogrammiert
Abdichtung endet fälschlicher Weise mit Oberkannte Platten
  • bei dieser Terrasse wurde die unterseitige Abdichtung im Wandanschlussbereich nicht nach oben geführt, (ca. 10-15 cm)

  • die Folge kann Durchfeuchtung des anschließenden, aufgehenden Mauerwerks sein

  • die in diesem Fall verlegte Schweißbahn ⇒ hätte bis ca. 15 cm an der Wand hoch verlegt und verklebt werden müssen!

  • da der Putz direkt auf der Schweißbahn nicht halten würde, wird als als Putzträger ein im Fachhandel erhältliches Putzgewebe auf der Schweißbahn befestigt 

  • dies muss von den Fachkräften, welche die Abdichtungsarbeiten ausführen, beachtet werden ( wird i.d.R. auch vom Dachdecker übernommen)


Für gleichmäßige Fugen sollten Fugenstege verwendet werden
durch unzureichenden Wasserablauf kann das Grün schön wachsen
  • hier wurden Balkonplatten in s.g. Kiesschüttung verlegt, der Kies verhindert das zügige ablaufen des Wassers, wodurch Vegetationsfugen entstehen

  • dies kann verhindert werden, indem die Balkonplatten auf spezielle Stelzlager verlegt werden, diese sorgen für einen Abstand zum Untergrund, wodurch das Wasser zügig ablaufen kann

  • die aufgesetzten Fugenstege sorgen für gleichmäßige Fugen von 4 bis 6mm Breite und werden nicht verfüllt, auch dies begünstigt den Wasserablauf

  • Unebenheiten des Untergrundes werden je nach Bedarf mit Ausgleichsscheiben, welche unter den Stelzlagern angeordnet werden, ausgeglichen

  • Fachleute hierfür sind Fußboden- oder Fliesenleger


ein Gefälle von 0,5 % sollte eingehalten werden
stehendes Wasser durch fehlende Gefälleberechnung
  • Wird das Gefälle falsch berechnet, kann das Regenwasser schlecht, oder wie hier überhaupt nicht ablaufen

  • Das Gefälle sollte min. 0,5 Prozent, also 5mm je laufendem Meter Rinne betragen, um einen Selbstreinigungseffekt zu erzeugen

  • Nur bei dieser Neigung kann das Regenwasser ausreichend Kraft für das Mitführen von leichten Verschmutzungen erzeugen

  • Die Montage erfolgt im Idealfall durch den Dachklempner