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► Pfusch am Bau / Fassade und Wärmedämmung


 

Wärmedämmungen dürfen nicht unterbrochen sein
Die weiße Dämmung hätte durchgehend eingebracht werden müssen
  • die Dämmplatte kollidiert hier mit einer Holzlatte

  • in diesem Fall hätte die Dämmung durchgeführt werden müssen, so entsteht eine Kälte-/ Wärmebrücke

  • Fassadendämmungen sollten generell lückenlos, sowie in gleichbleibender Materialstärke ausgeführt werden

  • diese Arbeiten werden in der Regel bei der Fassadendämmung ausgeführt



Fugendichtprofile nehmen Kräfte durch temperaturbedingte Materialschwankungen auf
Rissbildung durch fehlendes Fugenprofil
  • hier wurde als optischer Abschluss ein Fassaden-Gesimsprofil verbaut

  • in die Stossfuge hätte ein handelsübliches Fugendichtprofil eingesetzt werden müssen, das Gesimsprofil ist hier bereits gerissen

  • nach Einbau des Fugendichtprofils sollten vor Auftragen der Fassadenfarbe die Fugen mit s.g. Streichvlies ⇒ überstrichen werden, das verringert zusätzlich die spätere Rissbildung

  • Fachkräfte sind u.a.die Fassadenputzer


 


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Um unnötige Fugen zu vermeiden, sollten keine Dämmreste verwendet werden
Mangelhafte Dämmung wegen zu kleiner Stückelung
  • Im Bereich der Fassadendämmung sollten kleinteilige Stückelungen vermieden werden, da so unnötige Fugen entstehen

  • Die Lager – und Stoßfugen müssen frei von Kleberesten sein, damit die Fugen so schmal wie möglich sind und keine Wärmebrücken ⇒ entstehen können

  • Die Plattenfugen sollten generell min. 25 cm Abstand zueinander haben

  • Lassen sich größere Fugen nicht vermeiden, sollten diese bis 5 mm Breite mit geeignetem Füllschaum (Fachhandel ) geschlossen werden, ab 5 mm sind die Fugen mit Plattenresten zu schließen


Brandschutzdämmungen müssen durchlaufend sein
Brandriegel dürfen nicht unterbrochen werden
  • Hier ist im Bereich der Fassadendämmung aus Brandschutzgründen ein s.g. Brandschutzriegel verwendet worden ( grüner Dämmstreifen )

  • Der Brandschutzriegel ⇒ besteht aus nicht brennbarer Mineralwolle und soll das Ausbreiten eines möglichen Brandes über die Fassade in andere Geschosse vermeiden

  • Der Brandriegel muss unterbrechungsfrei umlaufen um das Gebäude befestigt werden, die Mindestbreite des Dämmstreifens beträgt 20 cm

  • Brandriegel werden i.d. Regel oberhalb der Fenster angeordnet, sie schließen direkt an die WDVS (Wärmedämmverbundsystem) - Platten an

  • Dies sind i.d. Regel die Vorarbeiten der Fassadenputzer


Brandschutzdämmungen müssen durchgehend verlaufen
Unzulässige Rohrdurchführung in der Brandschutzdämmung
  • In diesem Fall wir der Brandriegel durch Rohrdurchbrüche geschwächt

  • Rohr- und Kabeldurchführungen durch Brandriegel sind nicht statthaft, da diese die beschleunigte Ausbreitung von Bränden begünstigen würden

  • Dies sollte schon bei der Ausführungsplanung berücksichtigt werden.


Unterschiedliche Dämmmaterialien sollten sollten nicht für einen Bauabschnitt verwendet werden
Mangelhafte Deckendämmung mit Resten von Dämmmaterial
  • für die Dach-/ Deckendämmung wurden Reste mit unterschiedlichen Eigenschaften verwendet

  • dies ist generell unzulässig, da jede Dämmung unterschiedliche Eigenschaften hat und damit für bestimmte Bauteile geeignet ist, die Dämmung muss schon optisch als einheitlich erkennbar sein

  • Wärmeverlust und Bildung von Feuchtigkeit können hier die Folge sein, ausserdem entstehen Kältebrücken

  • i.d.Regel sind die Trockenbauer hierfür zuständig


Durch die fehlende Verbindung zwischen Folie und Fenster kann Wärme ungehindert entweichen
Wärme-/ Kältebrücke durch fehlenden Anschluss zwischen Fenster und Dampfbremsfolie
  • nach Einbau eines Dachflächenfensters wurde weder die Dämmung noch die Damfbremsfolie ⇒ an das Fenster angeschlossen

  • es handelt sich hier um eine klassische Wärme-/Kältebrücke ⇒, ausserdem kann sich Feuchtigkeit im Innenbereich bilden

  • besonders auf die Nähte der Folie und Dachfenster-Anschlüsse muss geachtet werden, diese müssen komplett dicht, unbeschädigt und sorgfältig angearbeitet sein, andernfalls können Wärmeverlust und Schimmelbildung die Folge sein

  • Fachkräfte hierfür sind die Trockenbauer


Im Bereich von Nassräumen sollten Dampfbremsfolien möglichst nahtlos durchverlegt werden
Entstehende Feuchtigkeit kann hier in die Deckendämmung eindringen
  • die Dampfbremsfolie ⇒ wurde im Bereich der Decke eines Badezimmers nicht vollständig durchverlegt

  • beim Baden und Duschen entstehende Feuchtigkeit kann in die Dämmung und die darüber liegenden Bereiche eindringen

  • Feuchteschäden und Schimmelbildung sind die Folge, welche die aufwendige und teure Auswechselung der Dämmung erforderlich macht

  • die Dampfbremsfolie sollte in solchen Bereichen im Idealfall nahtlos durchverlegt werden

  • diese Arbeiten führt der Trockenbauer aus


Durch das fehlende U-Profil sind Risse im Putz zu erwarten
Der Fassadenputz darf nicht direkt mit der Fensterbank verbunden sein
  • das zu der eingebauten Fensterbank gehörige U-Profil wurde nicht eingebaut, der Fassadenputz schließt direkt an die Fensterbank an

  • da sich das Aluminium bei Wärme und Kälte ausdehnt und zusammenzieht, ist damit zu rechnen dass der Aussenputz in diesem Bereich reißen wird

  • das U-Profild kann diese temperaturbedingten Materialveränderungen kompensieren

  • unter Alu-Fensterbänke sollte ein s.g. Antidröhnfolie ⇒ verlegt werden, damit Niederschlag-Geräusche gemindert werden

  • diese Arbeiten werden vom Fensterbauer oder Fassadenputzer ausgeführt


Unterschiedliche Materialien sollten dauerelastisch getrennt werden
Keine dauerelastische Fuge zwischen Fassadenverkleidung und Beton
  • an den Nahtstellen von Einbauteilen sollte für eine elastische Trennung an den Übergängen gesorgt werden !

  • In diesem Fall kann beispielsweise Kompriband verwendet werden, es gibt überputzbare, Luft – und Schlagregendichte Ausführungen

  • Die Haftflächen müssen sauber, trocken, fettfrei und tragfähig sein

  • Werden keine elastischen Übergänge hergestellt, können Risse im Oberputz entstehen.

  • Diese Arbeiten werden i.d. Regel durch die Fachkräfte, welche die Fassade dämmen b.z.w. Verputzen, ausgeführt.


Egalisierungsanstriche sorgen für ein gleichmäßiges Farbbild ohne Flecken
Opischer Mängel durch Fleckenbildung
  • nach Fertigstellung des Aussenputzes wurde auf den Egalisierungsanstrich ⇒ verzichtet

  • dieser Anstrich gehört zum Wärmedämmverbundsystem und wird als Schlussanstrich auf den mineralischen Oberputz aufgetragen

  • dadurch werden Farbunterschiede, welche durch Abbindungsprozesse entstehen, im Putz ausgeglichen, also "egalisiert". Zusätzlich macht er den Putz auch widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse

  • es gibt diese Anstriche auch mit "Anti-Algenwirkung" diese sind besonders für Gebäude geeignet, welche in Wald- oder Wassernähe stehen

  • Fachkräfte sind i.d.Regel die Fassadenputzer