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► Pfusch am Bau / Mauerwerk und Holz


 

Die anfallende Last kann nur bei vollflächigen Fugen effektiv verteilt werden
Die Lagerfuge zwischen Sturz und Ziegel ist lückenhaft
  • Die Lagerfuge des Ziegelsturzes⇒ ist nicht vollständig ausgebildet worden.
     
  • Die Folge ist eine nur ungleichmäßige Lastverteilung in das darunter liegende Mauerwerk, es können sich Risse bilden.
     
  • Die Lagerfuge für den Tür-/ Fenstersturz ist mit dem gleichen Mörtel auszuführen, welcher für das Mauerwerk verwendet wurde.
     
  • Die Auflagerflächen des Sturzes wie auch die des Mauerwerks unbedingt vornässen, so kann kein Staub die Verbindung beeinträchtigen!

Pfusch  auch auf Ihrer Baustelle?

Auf Ihrer Baustelle wurde auch gepfuscht und Sie haben Fotos davon?  Schicken Sie uns einfach per E-Mail Ihre Bilder, mit zwei Zeilen die kurz beschreiben, was genau passiert ist.
► info(at)hausundwohnung24.de  
Wir werden Ihre Fotos dann in unsere Pfusch am Bau -Rubrik einbinden, mit einer kurzen Erläuterung von uns. Und wenn Sie möchten, benennen wir Sie gern auch als Urheber unter dem Foto. Vielen Dank!  


Nich vollflächige Lagerfugen begünstigen Wärmeverlust
Die Lagerfugen sind hier nicht vollflächig ausgebildet
  • Generell ist auf die vollflächige Ausbildung von Lager- und Stoßfugen zu achten.
     
  • In diesem Fall sorgen zu große Fugenabstände später für Kälte- und Wärmebrücken ⇒, die Fugen im Mauerwerk sind neuralgische Bereiche.
     
  • Bei s.g. Plansteinen sorgt die Stoßfugenverbndung über "Nut- und Feder", die Lagerfugen sollten bei Plansteinen ⇒ nur 1,0 mm stark sein.
     
  • Sind die Fugen wie in diesem Beispiel beschaffem, sollte unbedingt "nachvermörtelt" werden.
     
  • Vor Dämmen oder verputzen der Wände überprüfen!


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Durch Neigungsbewegungen können benachbarte Bauteile beschädigt werden
Ohne Sparrenhalterung kann sich der Schornstein bei starkem Wind neigen
  • Der Schornstein verfügt hier über keinerlei Befestigung

  • Schornsteinverankerungen sind unbedingt erforderlich, um Neigungen durch Windeinfluss zu vermeiden, diese könnten Risse im Schornstein selbst oder Beschädigungen angrenzender Bauteile zur Folge haben

  • Der Schornstein wird mittels s.g. Sparrenhalterung zwischen , b.z.w. an den Holzbalken fixiert

  • Sparrenhalterungen sind u.a. im Schornsteinfachhandel erhältlich

  • Fachmann ist hier der Schornsteinbauer oder Zimmermann


Da die Enden der Lattung nicht vollflächig aneinander liegen, können sie nur eingeschränkt Last aufehmen
  • die Latten einer Dachkonstruktion wurden im Anschluß nicht fachgerecht auf Gehrung geschnitten (Gehrungsschnitt)

  • abgesehen von der unschönen Optik kann es bei entsprechender Gewichtsbelastung zu  Einschränkungen bei der Lastaufnahme kommen, da die aufeinanderstoßenden Enden nicht vollflächig aufliegen

  • bei erforderlicher Abnahme durch einen Statiker kann dies problematisch werden
  • für die fachlich korrekte Ausführung ist i.d.R. der Zimmermann verantwortlich 

Alternativ kann hier für die Befestigung Kalksandstein verwendet werden, dieser kann größere Lasten aufnehmen
Kleinteilige Stückelung und fehlender Mauerwerksverband: das Fenster hat keinen Halt
  • hier wurde eine Fensteröffnung versetzt und dabei nicht auf die Tragfähigkeit des angrenzenden Mauerwerks geachtet

  • vor Montage des Fensters hätte hier das vorhandene Mauerwerk abgetragen und in tragfähigem Verband erneuert werden müssen

  • im Bereich des Dübels können punktuell zur stabileren Aufnahme auch festere Ziegelarten wie beispielsweise Kalksandstein verwendet werden

  • in diesem Fall auf ausgleichende Wärmedämmung achten!


Geringere Belastbarkeit durch nicht fachgerecht ausgefürten Mauerwerksverband
Für Tragende Wände dürfen keine Reste verwendet werden
  • im rechten Bereich ist hier gut der fachgerecht ausgeführte Mauerwerksverband zu sehen, welcher mittig in ungleichmäßige Stückelung übergeht

  • um die Statik zu gewährleisten, ist um ein ausreichendes Überbindemaß der Stoßfugen zu achten, dieses richtet sich nach dem jeweiligen Steinformat und wird im Zweifelsfall vom Statiker vorgegeben

  • besonders bei tragenden Wänden ist auf die vorgeschriebenen Überbindemaße der Fugen zu achten, da sonst die Statik möglicher Weise nicht gewährleistet ist

 


Zwei Fehler auf einmal: die Fuge ist zu breit und nicht mit Zementmörtel verfüllt
Ist die Stoßfuge teilweise hohl und zu breit, entstehen Wärme- und Kältebrücken
  • die Stoßfuge wie hier bei Porotonziegel sollten nicht größer als 5 mm sein

  • andernfalls entstehen auch schon bei kleineren Überschreitungen Wärmebrücken

  • Fugenschlitze wie auf diesem Foto sollten dann zumindest vollflächig mit Zementmörtel verfüllt werden!

  • Hierfür eignet sich besonders im Fachhandel erhältlicher Dämmmörtel, diesem sind sg. Blähperliten beigemischt, welche eventuell vorhandeneWärmebrücken verhindern


"Ringanker" heißt, dass ein horizontaler Ring um das Gebäude zur Lastenaufnahme errichtet wird
Alternative zur aufwendigen Selbstkonstruktion sind Ringankerschalen aus dem Fachhandel
  • hier ist das Ende eines falsch verbauten Ringankers zu sehen

  • Ringanker müssen, um horizontale Lasten aufnehmen zu können, einschließlich Bewehrung um die Hausecke herum geführt werden, also in sich als horizontaler Ring geschlossen sein

  • wird die Konstruktion wie hier nicht fachgerecht ausgeführt, ist die gesamte Statik des Hauses nicht gewährleistet

  • heutzutage werden für Eckbereiche vorgefertigte Ringankerschalungen im Fachhandel angeboten, Fachmann für diesen Bereich ist der Maurer/Betonierer