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► Putze und Trockenbau


 

Feuchtraumplatten sind wasserabweisend und nehmen nur langsam Feuchtigkeit auf
In Nassräumen dürfen nur Feuchtraumplatten (grün) verbaut werden
  • In diesem Bad/WC wurden keine , b.z.w. nicht ausschl. Feuchtraumplatten (grün) verwendet

  • Da Feuchtraumplatten kernimpregniert sind, eignen sich diese auch für Räume in denen über längere Zeit höhere Luftfeuchtigkeit herrscht ( nicht zwingend vorgeschrieben )

  • Bei Verwendung von nicht imprägnierten Rigipsplatten in Feuchträumen ist u.U. mit Feuchtigkeitsschäden zu rechnen, in diesem Fall müssten sämtliche Gipsplatten sowie Fliesen entfernt werden

  • Da auch Fugen Nässe aufnehmen, ist die Verwendung von Fugenspachtel für Feuchträume anzuraten

  • Spritzwasserbereiche zusätzlich mit Flüssigkeitsdichtfolie bestreichen !

  • Fachmann ist hier der Trockenbauer b.z.w. Fliesenleger


Feuchtigkeit in der Wärmedämmung hat hohe Reperaturkosten zur Folge
Die Dampfsperrfolie ist nicht luftdicht mit dem Rohr verbunden
  • Diese Rohr- / Dachdurchführung ist nicht fachgerecht ausgeführt

  • Die Dampfsperrfolie ⇒ muss "dampfdicht" mit dem Rohr verbunden sein, ansonsten kann Feuchtigkeit b.z.w. Wasserdampf in die Dämmmaterialien eindringen

  • Für Luftdichte Rohrdurchführungen gibt es im Fachhandel Universalmanschetten in verschiedenen Größen, diese werden über das eingebaute Rohr gestülpt und mittels Haftklebeband mit der Dampfbremse verbunden

  • Fachkraft ist hierfür der Trockenbauer



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Anschlussprofile nehmen Materialverformungen durch Temperaturschwankungen auf
Rissbildung durch fehlendes Übergangsprofil möglich
  • hier wurde im Übergangsbereich von Gipskarton zu Beton kein Anschlussprofil verbaut

  • die Folge kann spätere Rissbildung sein, da sich unterschiedliche Baustoffe z.B. bei Temperaturschwankungen auch unterschiedlich ausdehnen

  • durch den Einbau eines Anschlußprofiles entsteht eine s.g. Bewegungsfuge ⇒, diese kann verschiedene Kräfte durch Materialverformungen aufnehmen

  • außerdem hätte im Türanschlagbereich ein s.g. U-Profil ⇒ Raumhoch mit der Geschossdecke verbunden montiert werden müssen, damit die erforderliche Aufnahmestabilität für die Tür gegeben ist

  • am Übergang von Gipskartonplatte zur Massivwand hätte ein Putzprofil verbaut werden müssen

  • dies verhindert an der Schnittstelle die spätere Rissbildung durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Materialien

  • Putzprofile sind in unterschiedlichsten Varianten, jeweils auf die anzuarbeitenden Materialien in den Baumärkten erhältlich

  • Fachkräfte sind hier Putzer/Trockenbauer

 


Durch undichte Rohrdurchführungen können Kälte und unangenehme Geräusche eindringen
Zu groß bemessene Rohrdurchführungen müssen verschlossen werden
  • Die nicht genutzten Bohrungen für geplante Rohrdurchführungen sind hier nicht verschlossen worden

  • Die Folge sind dadurch entstehende Brandschutzlücken, b.z.w. Schallbrücken ⇒

  • Gipsplattenreste bieten sich zum schließen der Löcher an, für solche Bereiche gibt es aber im Fachhandel metallverstärkte Gewebematten ca. 15 x 15 cm , diese sind selbstklebend und einfach zu verarbeiten

  • Fachkraft ist in diesem Fall der Trockenbauer


Türprofile müssen auch am oberen Ende fest verbunden sein
Türprofil ohne oberen Anschluss
  • Das Türprofil ist hier nicht durchgehend bis zur Decke verbaut worden

  • Die Folge ist eine instabile Türöffnung, b.z.w. eine mögliche spätere Rissbildung im Wandbereich

  • Vor Verkleidung mit Rigipsplatten ist die Überprüfung der Metallunterkonstruktion ratsam

  • Fachleute sind hierfür die Trockenbauer


Die Wände sollten vor dem Estricheinbau komplett bis unten verputzt sein
Hier wurde erst nach Einbringen des Estriches verputzt
  • Fehlstellen dieser Art im Innenputz sollten nachgebessert werden

  • Schall – und Wärmebrücken können die Folge sein

  • da der auf der Dämmung liegende Estrich immer mittels Randdämmstreifen von der Wand getrennt sein muss, sollte der Putz generell vor dem Estrich fertiggestellt sein

  • Randdämmstreifen verhindern die Schallübertragung zwischen feststehenden Bauteilen und vermeiden auch Kältebrücken

  • Für die unterschiedlichen Estrichstärken gibt es Randdämmstreifen von 50 bis 80 mm Höhe


Das Verputzen von Kabelschlitzen nach Estricheinbau ist mühsam und oft mangelhaft
Kabelschlitze sollten bereits vor Einsetzen des Randdämmstreifens verputzt sein
  • die Elektroschlitze sind nicht vor einbringen des Estrichs verschlossen worden

  • das nachträgliche, vollständige Verschließen wird dadurch erschwert, verbleiben hier Lücken hinter dem Estrich, können Wärmebrücken ⇒ die Folge sein

  • deshalb grundsätzlich erst vollständig den Wandputz fertig stellen, dann erst den Estrich einbringen!


Der direkte Anschluss von Putz an den Fensterrahmen fördert die spätere Rißbildung
Der Außenputz schließt direkt an den Fensterrahmen an
  • in diesem Fall wurde auf eine deutliche Trennung zwischen Putz und Fensterrahmen verzichtet

  • da sich die Materialien bei Temperaturschwankungen unterschiedlich verhalten, ist hier mit späterer Rissbildung im Putz zu rechnen

  • die Trennung hätte mittels sg. Kellenschnitt oder einer im Fachhandel erhältlichen Anputzleiste ausgeführt werden können, dies gilt auch für den unteren Anschluss an die Fensterbank

  • verantwortlich für diese Arbeiten ist der Fassadenputzer


Strukturputz sollte möglichst in einem Arbeitsgang auf die komplette Fassade aufgetragen werden
Unterschiedliche Farb-und Kornstruktur im Oberputz
  • Strukturabweichungen des Außenputzes im Bereich der bereits demontierten Baurüstung verunstalten die Fassade

  • es handelt sich hier um einen rein optischen Mangel

  • offensichtlich wurde im Bereich der Rüstlage-Bretter zunächst oberflächlich und bei Abbau der Rüstung nachgerieben. 

  • während des Auftragens des Oberputzes muss auf ganzflächiges, gleichmäßiges Reiben geachtet werden


Übergangsprofile gleichen unterschiedliche temperaturbedingte Materialveränderungen aus
Hier fehlt das Anschluss-Putzprofil zwischen Trockenbauwand und Mauerwerk

Innenputzschienen dienen auch als Kantenschutz
Mit der Innenputschiene fehlt auch ein sauberer Abschluß
  • hier ist kein sauberer Abschluss zwischen Putz und Türprofil hergestellt worden

  • Innenputzschienen werden vor dem Auftragen des Innenputzes angebracht, diese dienen auch als Hilfe für das lotrechte Verputzen, bzw. das Einhalten der Mindestputzstärke, gerade in den Randbereichen

  • Putzschienen dienen auch als Kantenschutz

  • für Feuchträume sollten generell Putzleisten aus Edelstahl Verwendung finden, Putzschienen sollten einen Tag vor Auftragen des Wandputzes angebracht werden, damit das Befestigungsmaterial aushärten kann

  • die Schienen sollten mit dem gleichen Material befestigt werden, aus dem auch der spätere Putz besteht, also Zementmörtel bei Zementputz und Gips bei Gipsputz


Beträgt die Putzstärke weniger als 5 mm wird dieser früher oder später abplatzen
Die vorgesehene Reststärke für den Innenputz beträgt hier nur wenige Milimeter
  • beim Ausmauern zwischen den Gipsplatten ist die erforderliche Mindeststärke des Gipsputzes nicht berücksichtigt worden

  • die mittlere Stärke des Gipsputzes sollte zwischen 10 und 15 mm betragen, Mindeststärke jedoch 5 mm, diese darf sich aber nur auf kleinere Bereiche beschränken

  • bei Unterschreitung der Mindestputzstärke auf größere Bereiche ist die Anhaftung am Untergrund nicht gegeben, Risse und größere Fehlstellen sind die Folge

  • zur Unterstützung der Putzanhaftung können s.g. Putzhaftbrücken, welche mit der Bürste auf das

  • Mauerwerk aufgetragen werden, verwendet werden ( Im Fachhandel erhältlich )


Als Bewegungsfuge kann spezielles Quellband aus dem Fachhandel verwendet werden
Zwischen Treppe und Gibsplatte fehlt die elastische Bewegungsfuge
  • Zwischen Treppe und Gipsplatte hätte in diesem Fall eine elastische Fuge , die s.g. Bewegungsfuge, vorgesehen werden müssen ( Breite ca. 10 – 20 mm )

  • Dadurch ist mit späterer Rissbildung im Bereich der Rigipsplatte zu rechnen, deren Beseitigung im fertigen Wohnzustand einschl. der anfallenden Malerarbeiten sehr aufwendig ist

  • Die geplante Fuge ist z.B. mit Kompriband ⇒ ( Quellband ) zu füllen, dieses kann man als Abschluss mit Silikon auffüllen, b.z.w. überstreichen

  • Fachkraft ist hier der Trockenbauer