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Swimmingpool im Garten - Planung und Kosten

Ein privates Schwimmbecken heißt heutzutage Pool, denn das klingt „cool“. Auf dem Markt gibt es  zahllose Saisonartikel und diverse Spaßvarianten, die nur für eine kurzzeitige Nutzung ausgelegt sind.

Ein solides Schwimmbad im Garten anzulegen kann je nach Ausführung sehr aufwändig werden. Es sollte deshalb auf eine dauerhafte, zumindest mehrjährige Nutzung angelegt sein. Das bedeutet auch, dass ein jahrelanger Pflegeaufwand entsteht.

Stahlwandpools gibt es in Rund- und Achtform und können bis zu einer Höhe von 1,20 Metern frei im Garten aufgestellt werden
Ein Stahlwandbecken (Aufstellpool) ist bei einem Durchmsser von 7 Metern ab ca. 1.500 Euro zu haben Foto: pixabay.com
  • Variante 1: die eher profane Lösung sind Aufstellbecken. Wenn ein tragfähiger Untergrund vorhanden ist, passen sie im Prinzip an nahezu jede Stelle. Die gebräuchlichste Form sind runde Stahlwandbecken; daneben gibt es noch etliche dauerhafte Varianten zum Aufblasen.
  • Variante 2: Die weit üppigere Spielart stellen die Einlassbecken dar; sie werden als Fertigteil geliefert und müssen „nur“ noch ins Erdreich eingegraben werden. Dabei sollte der Kostenfaktor für die anfallenden Erdarbeiten beachtete werden: die Mietkosten für den ggf. benötigten Bagger und der Abtransport des Erdreiches sollten in die Kalkulation einfließen. Die anspruchsvollste und teuerste Version stellen gegossene oder in geräumige Gruben montierte Schwimmbecken am Haus dar.

Die Grundinvestition für ein einigermaßen solides Aufstellbecken mit Stahlwand  beginnt bei etwa 1.000 €uro. Bei Komplettangeboten gehören dazu die versiegelte Blechwand mit Ausstanzungen für Skimmer und Einlaufdüse, die meist bereits zurechtgeschnittene und verschweißte (blaue) Auskleidungsfolie, eine Einstiegsleiter, der Skimmer, Zu-und Ableitungsschläuche, Dichtungen, eine Abdeckplane  sowie eine kräftige Umwälzpumpe mit Sandfilter.


Die gängigsten Beckendurchmesser liegen zwischen 3 bis 5 Metern, die Höhen zwischen 1 und 1,5 Metern. Bei größeren Aufblasbecken,  Sonderformen und gehobenen Qualitäten erreicht der Kauf-preis auch schon mal  3 - 8.000 €.
Die schlichteste Variante, ein eingelassenes Schwimmbad herzustellen, besteht im Eingraben eines Stahlwand-Pools bis auf Erdniveau. Anspruchsvoller ist ein Fertig-Pool aus Kunststoff, der nur noch versenkt werden muss. Die Preise beginnen bei etwa 4.000 €.

Der ideale Standort für einen Pool im Garten ist die freie Fläche: die Sonne kann ungehindert das Wasser aufheizen, die Verschmutzung durch Laub und Nadeln hält sich in Grenzen
Je individueller ein Pool, desto teurer wird er. Für die komplett eingelassene Variante sollten mindestens 20.000 Euro eingeplant werden. Foto: pixabay.comm

Die vollendete Form eines Freibades im eigenen Garten ist sicherlich der individuell gestaltete, komplett eingelassene Pool in geschwungenen Strukturen. Die Investition dürfte bei schätzungsweise 20.000 € beginnen und ist nach oben offen. 

Egal, wie hoch die Investition ausfällt, an einigen dauerhaften Pflegearbeiten kommt kein Pool-Besitzer vorbei:

  • Mechanische Reinigung der Beckenwände; meist per Handbürste oder Schwamm; 
  • Absaugen und Reinigen des Bodens durch einen Roboter oder per Hand mit einem   Schrubber, dessen Saugrohr an den Skimmer angeschlossen wird; 
  • Abfischen von Blättern und Getier von der Wasseroberfläche;  
  • Regelmäßige Kontrolle und Bewahrung der Wasserqualität vorwiegend durch chemische Mittel  

Das Wasser eines Badebeckens stellt ein biologisches Milieu dar und ist deshalb ein recht anfälliges Gut:  je nach pH-Wert machen sich Kleinstlebewesen und Algen breit, der Regen sorgt für allerlei Schwebstoffe, Blätter und Insekten fallen hinein.

Wer etwas mehr investieren kann, kauft einen vollautomatischen Poolroboter: der reinigt neben dem Boden auch die Wände und die Wasseroberfläche
Für die Bodenreinigung gibt es elektrisch betriebene Poolroboter ab ca. 100 Euro im Fachhandel. Foto: Pixabay.com

Deshalb muss jedes Pool-wasser regelmäßig  umgewälzt werden; das geschieht zwar automatisch, doch die Umwälzpumpe (meist mehr als 1.000 Watt Leistung) muss täglich mehrere Stunden laufen. Das kostet Strom.

Was die Sandfilteranlage nicht erledigt, muss mittels Kescher von Hand abgefischt werden.
Moderne Skimmer (eine Art Überlaufrinne mit Fangkorb) enthalten ein grobes Sieb und meist auch ein Körbchen, um chemische Zusätze (meist in Tablettenform) aufzunehmen. Zusätzlich sind auch Dosierschwimmer in Gebrauch, die frei auf dem Wasser treiben. Bei sehr kleinen Becken können sie auch den Skimmer ersetzen.

Beide Vorrichtungen dienen im wesentlichen drei Zwecken:

  • Regulierung des pH-Wertes, der aussagt, ob das Wasser mehr basisch (alkalisch) oder eher sauer ist; der ideale Wert liegt zwischen 7,0 bis 7,4 
  • Einstellung des Clor-Wertes, der am besten zwischen 0,6 bis 1,0 Milligramm pro Liter Wasser liegen sollte. 
  • Beseitigung von Schwebeteilchen

Die so genannte Wasserstoffionenkonzentration (der pH-Wert) ist dabei die Regelgröße Nummer eins, denn wenn er nicht stimmt, funktioniert auch die Chlorierung nicht richtig. Harmonieren beide Werte, werden vornehmlich Algen und Keime erfolgreich beseitigt. 
Riecht es spürbar nach Chlorgas, stimmt meist der pH-Wert nicht. Zudem können Augen und Haut gereizt werden, wenn zu viel des Guten getan wurde.
Der dritte Zweck chemischer Mittel ist die Ausfällung von allerlei Schwebestoffen. Sie werden gebunden und setzen sich dann (wie die abgestorbenen Algen auch) deutlich sichtbar am Boden ab. 

Dann muss wieder ein Bodensauger eingesetzt werden, denn sonst bildet sich eine Mulmschicht, die beim Betreten des Pools aufwirbelt und das Wasser trübt.

Alle nötigen Mittel zur Wasserbehandlung haben vor allem die Baumärkte im Angebot. Üblich sind beispielsweise 1-kg-Dosen für 5-6 Riesentabletten oder für Pulver. Ein Pülverchen senkt, das andere hebt den pH-Wert. Kombi-Pastillen, 2-Phasen-Tabletten genannt, vereinen Algenbekämpfung und Chlorierung.

 


 


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