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Der richtige Balkonbelag

 

Die Wahl des richtigen Balkonbelags ist zuallererst natürlich Geschmacksache. Ganz gleich ob man es rustikal, puristisch-kühl oder beispielsweise mediterran mag - den passenden Bodenbelag gibt es für jede Stilrichtung. Die häufigste Form ist sicherlich die keramische Fliese, die Auswahl ist nahezu unendlich, die Vor- und Nachteile sind im Allgemeinen hinreichend bekannt. Es gibt aber interessante Alternativen: Die Wahl des richtigen Balkonbelags ist zuallererst natürlich Geschmacksache. Ganz gleich ob man es rustikal, puristisch-kühl oder beispielsweise mediterran mag - den passenden Bodenbelag gibt es für jede Stilrichtung. Die häufigste Form ist sicherlich die keramische Fliese, die Auswahl ist nahezu unendlich, die Vor- und Nachteile sind im Allgemeinen hinreichend bekannt. Es gibt aber interessante Alternativen:

Balkonbelag aus Kunststoff WPC (Wood Plastic Composite )

Bodenbeläge aus Kunststoff werden immer öfter auch auf Balkonen verlegt. Vielfach kommt hier das so genannte WPC zum Einsatz: Dieses Material ist eine Holz-Kunststoffmischung und hat meist eine matte, rutschfeste Oberfläche. Die Dielen und Platten gibt es in Holz- oder Fliesenoptik.

Die Vorteile sind u. a.:

  • keine spezielle Untergrundkonstruktion notwendig,

  • auf nahezu jedem tragfähigem Untergrund verlegbar,

  • keine speziellen Reinigungsmittel erforderlich,

  • durch thermische Eigenschaften auch barfuß angenehm begehbar,

  • schall- und stoßdämmend,

  • durch Rutschfestigkeit auch für Kinder gut geeignet.

WPC-Böden sind als längliche Dielen oder quadratische Platten erhältlich. Die Verlegung ist unkomplizierter als die von Bodenfliesen und Holzdielen. Über ein gewisses Maß an Geschicklichkeit sollte der Heimwerker aber schon verfügen. Entscheidend für ein gutes Ergebnis ist die Vorarbeit: eine solide Unterkonstruktion mit entsprechendem Gefälle ist unerlässlich.

Die Kosten

WPC-Dielen sind bei OBI beispielsweise ab ca. 40,- Euro je m² zu haben, für rechteckige Klick-Fliesen beginnen die Preise ab ca. 44,- Euro je m². (Stand 2017)

 


 

Balkonbeläge aus Kautschuk sind eine bemerkenswerte Alternative zu Holz oder Fliesen. Das Material ist sehr strapazierfähig, resistent gegen Verwitterung und relativ preisgünstig. Die Auswahl der Farben scheint grenzenlos und Steckverbindungen erlauben es auch einem Ungeübten, den Belag zu montieren

Durch die bereits erwähnte Farbenvielfalt lassen sich Kautschuk-Bodenbeläge ideal an das farbliche Umfeld anpassen, was beispielsweise bei Holzböden nur eingeschränkt möglich ist. Ein weiterer Pluspunkt ist der Wohlfühl-Effekt: auch bei kühlerem Wetter lässt es sich durchaus mal in Socken auf dem Balkon aushalten.

Kautschukplatten können in der Regel direkt auf dem alten Balkonbelag verlegt werden, als Haftgrund ist je nach System ein entsprechender Kleber oder auch nur eine „Basismatte“ erforderlich. Man erspart sich damit nicht nur Abrissarbeiten, sondern auch Zeit, Geld und die üblichen Verschmutzungen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Untergrund fest und fachgerecht abgedichtet ist. Im Zweifelsfall kann man sich beim Fachhändler beraten lassen.
Nicht zuletzt achte man auf die endgültige Höhe des Belages nach dem Verlegen; das Fußbodenniveau entspricht im Idealfall dem des angrenzenden Wohnraums.

  • dauerhafte Elastizität ermöglicht fugenlose Verlegung in jeder Größe,

  • riss- und splitterfrei auch bei starker Belastung,

  • witterungsbeständig und UV-stabil,

  • leicht zu reinigen durch sehr glatte und fugenlose Oberfläche,

  • mit entsprechender Grundierung auch auf schadhaften Altböden auftragbar.

Die Kosten

Die Preise je m² richten sich bei Kautschukbelägen vor allem nach der Stärke des Materials. Kautschuk-Fliesen sind z. B. auf der Internetseite „allflors.de“ in 2 mm Stärke ab ca. 36,- Euro und in 3 mm Stärke ab ca. 53,- Euro erhältlich. Alle Stärken gibt es in verschiedenen Farben. (Stand 2018 )

 


 

Balkonbelag aus Holz

Wer sich für einen Balkonbelag aus Holz entscheidet, sollte sich vor dem Kauf über die genauen Eigenschaften informieren.

Die Douglasie beispielsweise besticht durch ihren warmen, rötlichen Farbton, platzt aber bei nicht fachgerechter Verarbeitung leicht auf. Teak-Holz ist ein edles Tropenholz, gilt als äußert witterungsbeständig und verzieht sich kaum, hat jedoch eine schlechte Umweltbilanz und sollte aus nachhaltigem Anbau stammen. Bangkirai ⇒ ist ein asiatisches Hartholz, hat eine hellbraune bis rötliche Farbe und ist durch natürliche ätherische Öle vor Schimmel- und Pilzbefall geschützt. Ein sehr preiswertes Holz ist demgegenüber die Lärche, sie ist sehr robust, sollte aber regelmäßig mit Öl oder Lasuren ⇒ behandelt werden, da sie sonst unschön vergraut.

Die Vorteile von Holz sind u. a.:

  • in Form von Dielen und Fliesen erhältlich, hohe mechanische Festigkeit

  • auch nach Jahren optisch durch Lacke und Farben veränderbar,

  • verleiht dem Balkon einen warmen, wohnlichen Charakter,

  • geringe Gefahr von Aufprallschäden durch herabfallende Gegenstände. 

Neben den üblichen Holzdielen lässt sich der Balkon auch mit Fliesen aus Holz belegen.Sie sind meist mit einem Stecksystem ausgestattet, das eine gleichmäßige und schnelle Verlegung ermöglicht. Ähnlich wie bei einem Balkonbelag aus Holzdielen sind auch hier Fugen vorgesehen, damit das Regenwasser abfließen kann. Womit ein wichtiger Punkt angesprochen ist: Voraussetzung ist ein wasserfester Untergrund mit einem Gefälle zur Entwässerungsleitung. Es beträgt etwa 1-2 %. Bei Bedarf gleicht man den Balkonboden mit einer im Baumarkt erhältlichen Nivelliermasse ⇒ an. Wer das nicht kann oder will, verlegt eine Unterkonstruktion aus Latten; das Gefälle erreicht man mit Unterleghölzchen. 

Die Kosten:

Holz-Terrassendielen sind z. B. bei Hornbach ab ca. 13,- Euro/m² für Fichte, 21,- Euro/m² für Douglasie) und 65,- Euro/m² für Bangkirai erhältlich. Bei OBI werden Holzfliesen ab 14,- Euro/m² angeboten. Hinzu kommen die Kosten für die Verschraubung, sowie für die Imprägnierung erforderliche Öle und Lasuren. Hierfür können nocheinmal ca. 25,-Euro je Quadratmeter veranschlagt werden. (Stand 2017)

 


 

Balkonbelag aus Naturstein

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um ein „gewachsenes“ Material, das gerade durch optische Ungleichheiten und farbliche Variationen einen besonderen Reiz hat. Natursteinplatten nutzen sich über Jahre hinweg kaum ab; sie dunkeln zwar leicht nach und setzen mit der Zeit etwas Patina an, doch das kann die edle Optik dieses Balkonbelages noch hervorheben.

  • lässt sich leicht sauber halten, kaum Pflegeaufwand,

  • Verschönerung der Optik durch Alterungsprozess,

  • Flecken verblassen mit der Zeit durch Witterungseinfluss, langlebig und zeitlos

  • auch als Bruchsteinmaterial gut verwendbar, dadurch abwechslungsreiche Musterung

Mit Naturstein lassen sich auch fließende Übergänge schaffen: Wird dieses Material auch im angrenzenden Wohnraum verlegt, verschwimmen Balkon und Wohnbereich leicht zu einer optischen Einheit, was mit einer gewissen Großzügigkeit einhergeht. Da Naturstein aber durch seine kapillare Struktur Wasser aufnimmt, besteht bei ungenügender Ableitung die Gefahr von Kalkablagerungen und sogar Frostschäden. Auf dem vorhandenen Untergrund ist also zunächst eine Abdichtung (in flüssiger Form oder als Folie) aufzubringen. Anschließend verlegt man beispielsweise eine  Drainagematte ⇒, auf der dann die Natursteinfliesen positioniert werden. Das fachgerechte Verlegen von Naturstein ist also recht anspruchsvoll und sollte besser von Fachleuten ausgeführt werden.

Der Preisrahmen für Natursteinplatten reicht von „sehr günstig“ bis hin zu „kaum erschwinglich“. Letzteres gilt z. B. für sehr seltenen Marmor. Die Preise beginnen für Sandstein bei etwa 20-30 Euro/m²; Schiefer, Travertin oder Granit sind mit Preisen ab 30-40 Euro etwas teurer; Basalt und Kalksandstein sind ab etwa 50 Euro/m² zu haben; bei Marmor beginnen die Quadratmeterpreise bei etwa 60,- Euro. (Stand 2018)

 


 

Balkonbelag aus Kunstharz 

Kunstharze finden immer öfter auch in Eigenheimen als Bodenbeläge Verwendung. Die Auswahl an Farbe und Struktur ist nahezu unendlich und lässt sich deswegen leicht an vorhandenes Balkonmobiliar anpassen. Kunstharzböden lassen sich gut reinigen und bei entsprechender Auswahl der Oberflächenstruktur auch rutschfest gestalten, was diese Bodenart gerade für Familien mit Kindern interessant macht.

Die Vorteile sind u.a.:

  • sehr pflegeleicht, lange Haltbarkeit,

  • einfach zu verlegen, kein splittern oder springen,

  • kein regelmäßiges Ölen oder Lackieren erforderlich.

Insbesondere aus letzteren Gründen ist WPC somit bestens für Balkone geeignet, auf denen sich auch Kinder regelmäßig bewegen. Da das Material nahezu schadstofffrei ist, besteht auch bei starker Sonneneinstrahlung kaum die Gefahr von Ausdünstungen, was ja gerade beim Sonnenbaden wünschenswert ist. Die Reinigung der Oberfläche ist simpel: man nimmt einfach Wasser oder bei gröberen Verschmutzungen ein WPC-Reinigungsmittel.Allerdings sollte man bei diesem Material auf die unterste Preisregion verzichten: die günstigen Hohlkammervarianten sind häufig nicht sehr stabil, die Nutzungsdauer ist erheblich geringer.Hohlkammervarianten sind häufig nicht sehr stabil, die Nutzungsdauer ist erheblich geringer.

Kunstharzböden können es von der Druckfestigkeit mit Beton aufnehmen und sind dauerhaft wasserdicht, so dass der Untergrund und damit auch die Bausubstanz langfristig gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt sind.

Sehr dekorativ und angenehm begehbar sind Kunstharz-Steinteppiche. Deren Oberfläche besteht aus rund geschliffenen Quarzsteinchen und Marmorkieseln, die man mit transparentem Bindemittel auf den vorhandenen Untergrund aufträgt.

Allergiker sollten sich jedoch über die genaue Zusammensetzung des gewählten Kunstharzbelages informieren. Bedenken sollte man auch, dass sich ein einmal aufgetragener Kunstharzboden relativ schwer wieder entfernen lässt.

Für einfache Kunstharzböden beginnen die Preise bei etwa 35,- Euro je Quadratmeter, Wer sich für einen Kunstharz-Steinteppich entscheidet, muss mit Kosten ab ca. 55,- Euro pro 1 m² rechnen.

Wer den Boden in Eigenleistung verlegen kann, muss Materialkosten von ca. 40 Euro je 1 m² einkalkulieren. (Stand 2018) Es empfiehlt sich, die einzelnen Komponenten wie Grundierung und Farbbelag von einem Hersteller zu beziehen, um eine ideale Abstimmung zu erreichen.