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Tipps für den kleinen Balkon

Gerade bei Mietwohnungen älterer Bauart sind Balkonflächen in der Regel eher knapp bemessen.

Deshalb gilt hier die Regel: jeden Zentimeter ausnutzen! Dafür macht es durchaus Sinn, zunächst eine maßstabsgerechte Zeichnung auf Millimeterpapier anzufertigen. Als erstes sollte die Frage beantwortet werden, wo man auf dem Balkon sitzen möchte. Anschließend plant man Bepflanzung, Beschattung und Sichtschutz sowie kleinere Ablagen und Dekorationen. 

 

Ist der Balkon auch noch so klein, man möchte trotzdem gemütlich darauf sitzen.Aber gerade die Sitzmöbel und der Tisch beanspruchen einen Großteil des knappen Platzes. Klappstühle- und Tische aus Holz oder Metall sind hierfür eine praktische Lösung.

Im Fachhandel gibt es speziell für kleine Balkone Klappstühle und klappbare Tische, die sich einseitig am Geländer befestigen, und abklappen lassen, wenn sie nicht benötigt werden. So ist im Handumdrehen auch Platz für die Sonnenliege oder den Wäscheständer. Auch kleine Kisten oder Truhen lassen sich doppelt nutzen: man kann Kleinkram verstauen und mit Kissen belegt dienen sie als Sitzplatz oder Tisch.

Frei stehende Sonnenschirme benötigen einen massiven Fuß, damit sie auch bei Wind sicher stehen. Er schluckt auf einem kleinen Balkon jedoch wertvollen Platz, deshalb bietet sich ein am Balkongeländer befestigter Sonnenschirm als Lösung an.

Für diesen Zweck gibt es im Fachhandel spezielle Schirmhalter, die am Handlauf des Balkongeländers oder auch am Balkongitter befestigt werden. In der Aufnahmehalterung sollten Kunststoffeinsätze verbaut sein, damit ein Verkratzen des Schirmstockes vermieden wird.

Die Preise für einfache Ausführung aus verzinktem Stahl beginnen beica. 9,00 Euro. Für gemauerte Balkonbrüstungen bis 24 cm Mauerstärke gibt es stabile Sonnenschirmhalterungen, die wie eine Zwinge funktionieren; Kosten: ab ca. 18,00 EuroDie simpelste Variante für den kleinen Anspruch wären Kabelbinder aus dem Baumarkt, diese kosten wenige Cent.

Für einen kleinen Balkon gilt das gleiche wie für enge Wohnräume: farblich aufeinander abgestimmte Dekorationen und Mobiliar vermitteln Großzügigkeit. Da für die optische Vielfalt schon die Balkonpflanzen sorgen, sollten die Farben von Sitzmöbeln, Tisch, Decken und auch Fußboden harmonieren. Denn zu viel Farbigkeit kann durchaus einengend wirken. Bei der Balkonplanung beginnt man am besten mit dem Bodenbelag, daraus ergibt sich zunächst die Grundfarbe.Dann arbeitet man sich nach „oben“ und achtet beim Kauf der Textilien und bei den Dekorationen farbliche Abstimmung. 

Ebenso flexibel wie beim Bodenbelag ist man bei der farblichen Gestaltung der Wände: hier sollte die Auswahl erst zum Schluß, wenn die Farben der Möbel und des Bodens feststehen, erfolgen.

Wandhängende Blumenkästen, Wandtopfhänger, Blumenwandhalbschalen oder auch Wand-Pflanzenkörbe - all dies sind Möglichkeiten, um auch auf sehr kleinen Balkonen auf Blumen und Kräuter nicht verzichten zu müssen. Ob fertige Hängevorrichtungen, die mit kleinen Töpfen bestückt sind oder mehrstöckige Pflanzgestelle, im Fachhandel gibt es für jede Größe vorgefertigte Lösungen.

Wichtig: Blumenkästen sollten ausschließlich mit dafür im Fachhandel erhältlichen Befestigungsmitteln wie Schrauben und Dübeln fixiert werden, damit sie vor Absturz gesichert sind. Mieter sollten in jedem Fall die Genehmigung vom Vermieter einholen, da massivere Befestigungen möglicher Weise eine Beschädigung der Fassade darstellen.

Alternativ können an die Wand gelehnte Bretter mit befestigten Pflanzentaschen verwendet werden, oder auch schräg stehende Bambusstangen, an denen sich Kletterpflanzen empor ranken.

Da jede Wand in ihrer Ausrichtung unterschiedlich stark der der Witterung ausgesetzt ist, sollte bei der Auswahl auf  auf möglichst ähnliche Ansprüche der Pflanzen geachtet werden. Da vertikale Gärten nur über ein begrenztes Maß an Erdreich verfügen, sollten eher flachwurzelnde Pflanzen verwendet werden.