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Ratgeber - Mein Balkon

Ruhezeiten auf dem Balkon

Nicht nur für den Aufenthalt auf dem Balkon gilt: Lärm kann krank machen.  Je nachdem wie das  Nervenkostüm eines Menschen beschaffen ist, wird er Ruhestörungen jedweder Art als mehr oder minder belastend empfinden.

Das gilt natürlich auch für den Balkon: Partylärm, Kindergeschrei oder sogar ständig rückende Tisch-und Stuhlbeine können so richtig nerven.

Das beste in solchen Fällen ist natürlich als erstes immer das persönliche Gespräch mit den Balkonnachbarn, sofern diese über ein Mindestmaß an Rücksichtbewusstsein verfügen. Sollte das nicht der Fall sein, schreibt das Gesetz auch hier die „Spielregeln“ vor: Was die Nachtruhezeit angeht, so gilt für den Balkon das gleiche wie für Wohnung und Garten, diese ist von 22.00 – 7.00 Uhr einzuhalten.

Eine Störung der Nachtruhe kann z.B. auch durch laute Unterhaltungen auf dem Balkon vorliegen. Stören diese die Nachtruhe der Nachbarn, müssen sie in die Wohnräume verlegt werden.Mittagsruhe sollte im Allgemeinen von 13.00-15.00 Uhr herrschen, obwohl sie nicht bundesweit gesetzlich geregelt ist, eine Nachfrage bei der Gemeinde verschafft Klarheit.

Der Vermieter kann Mittagsruhe jedoch vorschreiben, das muss dann aber im Mietvertrag ausdrücklich festgelegt sein. An Sonn- und Feiertagen sollte ganztägig Ruhe herrschen. Die zuvor genannten Ruhezeiten werden in den allermeisten Fällen auch von den Gerichten als angemessen und zumutbar eingestuft.

Tipp:

Führt ein klärendes Gespräch mit den Ruhestörern zu keinem Ergebnis, kann man den Vermieter zum handeln zwingen: je nach Intensität der Ruhestörung besteht bei Ignoranz des Vermieters ein Mietminderungsanspruch, über die jeweilig vertretbare Höhe berät der Mieterschutzbund oder ein Fachanwalt für Mietrecht.