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Ratgeber - Mein Balkon

Balkon-Sichtschutz und Balkonverkleidungen

Da ein Balkon grundsätzlich zu einer Mietwohnung gehört, gelten für diesen die gleichen Rechte und Pflichten wie für die Wohnung selbst.

Laut dem Deutschen Mieterbund haben Wohnungsmieter grundsätzlich das Recht, einen Sichtschutz oder auch eine Balkonverkleidung anzubringen oder aufzustellen.

So ist auch immer die Frage zu berücksichtigen, in wie weit Balkonverkleidungen wie beispielsweise Ranggitter oder auch Sonnensegel das Gesamtbild einer Hausfassade verändern. So kann beispielsweise die Höhe eines am Balkongeländer angebrachten Sichtschutzes zu Problemen führen, wenn dieser höher ist als das Geländer selbst. Auch sollten Balkonverkleidungen weitestgehend zur Fassadenfarbe des Hauses passen und die Optik eines Balkons nicht grundsätzlich verändern.

Bauliche Veränderung?

Das Anbringen von Sonnenschutzmarkisen ist ebenso eine bauliche Veränderung, wie auch die Verglasung eines Balkons und müssen deshalb vom Vermieter, oder bei Eigentumswohnungen von der Eigentümergemeinschaft genehmigt werden.

So wurde z.B. einem Mieter durch das Amtsgericht Köln die Installation eines schweren Kunststoffvorhanges mittels Befestigung einer Schiene untersagt, weil es sich hier um eine Balkonverhüllung handelte.

Und in einem spezillem Fall hat beispielsweise das Bayerische Oberste Landesgericht einen Wohnungseigentümer zum Rückbau seiner Balkonverglasung gezwungen, weil sich dieser ohne Absprache und Genehmigung der Miteigentümer einen Wintergarten errichtet hatte.

Auch die Tatsache, dass in der Vergangenheit bereits Miteigentümer durch ähnliche Umbauten das Gesamtbild der Hausfassade veränderten, ließen die Richter nicht als Gegenargument gelten.

Tipp:

Vor Montage jeglicher Verkleidungen für Sichtschutz oder Beschattung eines Balkons unbedingt die Genehmigung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft einholen !