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Was ist passiv am Passivhaus?    

Supermoderne Architektur, futuristisches Aussehen, technisches Ambiente – allein so wie hier stellen sich viele Menschen noch immer ein Passivhaus vor. Doch die meisten der heute errichteten Passivhaus sehen ganz „normal“ aus; man sieht ihnen ihre inneren Qualitäten nicht an. Ein Zeichen dafür, dass diese Energiesparhäuser heute längst keine „Exoten“ mehr sind.

Der Name erklärt sich also ganz einfach: Passivhäuser werden nicht „aktiv“ beheizt, sondern „passiv“ warm gehalten. Dazu können auch weiterhin die „klassischen“ Energiequellen wie beispielsweise Erdgas, Strom oder Pellets beitragen – aber eben nur als meist sehr geringfügige Ergänzung des Heizbedarfes.

Viel mehr Energie „frisst“ das Bade, Dusch- oder Waschwasser. Doch auch das decken die besagten Kompaktgeräte ab, indem sie oft eine Solaranlage auf dem Dach mit einbinden.

Es versteht sich von selbst, dass ein Passivhaus neben dem außerordentlichen Dämmwert der Außenwände weitere bauliche Eigenheiten aufweisen muss. Möglichst viele nach Süden ausgerichtete Fenster sollen in der kalten Jahreszeit die Sonnenstrahlung einfangen; im Sommer muss demgegenüber die Beschattung gut funktionieren.

Foto:fotolia

Haushaltsgeräte helfen beim Heizen

Klassische Heizungen gibt es im Passivhaus nicht. Statt dessen wird eine ausgefeilte Wohnraumlüftung, meist in Form von gut integrierbaren Kompaktgeräten, installiert.

Diese sammeln erst einmal die Wärme ein, die im Haus selbst produziert wird, nämlich von Haushaltsgeräten (z. B. Herd, Waschmaschine, Kühlschrank, Lichtquellen) sowie – kaum zu glauben - von den Bewohnern selbst. Den verbleibenden Wärmebedarf decken die Sonneneinstrahlung in die Fenster und heute meist eine Wärmepumpe, die das Grundwasser oder die Umgebungsluft anzapft.

Ob Massivhaus, Holzhaus oder Fertighaus - von außen sieht man dem Gebäude keineswegs die inneren Qualitäten an, die ihm den Namen Passivhaus verleihen. Es handelt sich dabei weder um ein eingetragenes Warenzeichen noch um eine besondere Hausform, sondern eher um ein auf die (heiztechnische) Spitze getriebenes Niedrigenergiehaus.

Verglichen mit Heizöl kommt beispielsweise ein 120 m² großes Passivhaus jährlich mit weniger als 180 l Heizöl (<1,5l/m²/a) oder nur ca. 150 m³ Erdgas aus. Das ist nur 1/10 dessen, was ein herkömmliches Einfamilienhaus gleicher Größe benötigt.

Zunächst teurer als ein herkömmliches Haus

Die Fenster und Türen, einschließlich ihrer Rahmen, benötigen einen besonders niedrigen Wärmedurchgangswert (< 0,8W/(m²K). Passivhäuser werden zwangsbelüftet, um mindestens 75% Wärme aus der Ablauft zurück zu gewinnen, weshalb sie höchst winddicht ausgeführt werden müssen.

Der zusätzliche bauliche und technische Aufwand erhöht die Kosten für ein Passivhaus zwangsläufig, mindestens um etwa 10-15%. Angesichts steigender Energiepreise ist ein Passivhaus jedoch erfreulich aktiv bei der Reduzierung der laufenden Betriebskosten.

 


 

Hinzunehmende Mängel bei Fenstern 


Bei Fenstern kommt es vor allem darauf an, dass sie einwandfrei schließen

 

Anbau- und Vorstellbalkone


So manch ein Hausbesitzer merkt erst einige Zeit nach Einzug, dass ihm etwas fehlt: ein Balkon

 

Kleinsthäuser- ein neuer Trend


Sie werden in der öffentlichen Diskussion „Kleinsthäuser“ oder auch „Singlehäuser“ genannt